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Die Parkabtei

Wieder einer jener Zufälle, an die ich nicht glaube. Ab morgen ist in Leuven die Ausstellung "In Godsnaam. 1000 jaar kloosters" zu sehen. Keine Ausstellung speziell über diese Stadt, sondern eine Wanderausstellung, über die auch in den deutschen Medien bereits viel berichtet wurde. Hier hoffe ich auf Informationen über das mildtätige Wirken im späten Mittelalter.

Blick auf Parkabtei Leuven, Eingang

Auf dem Stadtplan entdecke ich, dass die Parkabtei, in der die Ausstellung zu Gast ist, zwar außerhalb des Löwener Außenrings liegt, aber durchaus in Fußentfernung zu erreichen ist. Außerdem gehören zu der Abtei diverse Ländereien. So mache ich mich auf den Weg, um zum ersten Mal außerhalb des Stadtzentrums durchs Grüne zu wandern, entlang einiger künstlich angelegter Teiche, die vom Kloster als Biotop deklariert werden. Zwar tobt es recht symmetrisch und überschaubar, aber ohne Frage ist an den Ländereien längere Zeit nichts mehr gemacht worden. Die Art Biotop, wie ich sie auch in meinem Garten zuweilen Überhand nehmen sehe. Leider ist das Wetter zu schlecht, um Fotos zu machen. Leidlich trocken, aber mit vielen dunklen Wolken am Himmel, die alles in ein trüb-graues Licht hüllen. Vielleicht komme ich noch einmal zum Fotografieren hierher, wenn die Ausstellung läuft...

Abends mache ich es mir gemütlich. Ich habe genug Bücher gekauft, um eine Weile auf dem Sofa schmökern zu können. Maria Jacques berichtet in ihrem Roman "De schreeuw van Katelijn", wie sie ihre eigenen Recherchen über diese historische Zeit angeht. Leider hat sie den Vorteil, dass das Museum noch geöffnet war, als sie ihren Roman begann. Auch Stadtführungen werden nur in geschlossenen Gruppen angeboten - und müssen 14 Tage im Voraus gebucht werden, wie mir die freundliche Frau in der Tourist-Information am Nachmittag erzählte. Dennoch versorgt mich Jacques Roman mit neuen Ideen. Während die letzten Tage vor allem aus Sightseeing bestanden, fange ich langsam wieder Feuer für meinen eigenen Roman.

Ich suche mir aus dem Internet die Adressen der Fachbereichsbibliotheken und Spezialsammlungen heraus, die für mich relevant sein können. Die nächste Woche könnte ein wenig staubiger werden. Viel Archivarbeit liegt vor mir. Mal schauen, wie weit ich komme.