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Die Pest in Leuven

Zwar war ich bei meinen Recherchen schon früher auf die Tatsache gestoßen, dass auch Leuven von der Pest nicht verschont wurde: 1578 nahm die Pest die Stadt in ihre Klauen und meuchelte große Teile der Bevölkerung. Der universitäre Betrieb wurde weitestgehend eingestellt wurde, da weder Lehrer noch Schüler in die Stadt kamen, wenn sie es vermeiden konnten.

Trotz allem wurden zum Beispiel bei den Medizinern 1578 noch vier Promotionen abgenommen, fünfzehn Jahre später, 1593, sogar wieder fünf.

Promoties in de medicijnen waren in die tijd te Leuven een nog eerder uitzonderlijk gebeuren (in 1578 vier; vijftien jaar later, in 1593, vijf; daarna een kwart eeuw later nog twee in 1618; tenslotte één in 1625).

aus: Korte schets van de geschiedenis van de medische faculteit te Leuven

Und das, obwohl die Stadt 1593 noch immer von der Pest gezeichnet war.

Bei Thomas Platter, dessen Reisebericht aus dem Jahr 1599 ich bereits an anderen Stellen erwähnt habe, las ich, dass die Spuren der Pest auch am Ende des Jahrhunderts noch deutlich zu sehen waren. Plattern traf sich unter anderem mit Justum Lipsium: Lips erzählte,

die studenten seyen mehrtheils damahlen von Loeven wegen der pestilentzischen sucht, di da damahlen starck regieret, weg gezogen, also dass die professores nicht läsen können.
Wie ich dann hab sehen viel heüser mitt waßer weschen unndt guten reüchen bereüchen, da die pestilentz nach gelassen hatte. Es wahren auch an vielen thüren weiße kreütz von latten angenaglet, dardurch anzuzeigen, daß pestilentzische leüt in denselben heüseren wohneten. Unndt die von ihnen kamen, trugen weiße stecklin in der handt, wann sie über die gassen gungen, damit man sich vor ihnen wüßte zehüten.